Herz und Diabetes – kennen Sie sich aus?

Gefäßverengung

Diabetes zählt zu den weltweit häufigsten Volkskrankheiten. Über 6 Millionen Deutsche leben mit der Diagnose Diabetes, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte1.

Auch wenn sich mit der Diagnose der Diabetes der Alltag und die Lebensgewohnheiten ändern, können die Betroffenen einiges tun, um Auswirkungen, Begleit- und Folgeerkrankungen zu mindern. 

Dank modernster Therapien haben Diabetespatienten heute kaum noch Alltagsbeeinträchtigungen und können ein weitestgehend normales Leben führen. So ist es dank autonomer Glukose-Messgeräte mittlerweile möglich, eine konstante Messung des Glukosespeigels über den ganzen Tag ohne das typische Stechen vorzunehmen, das von vielen Patienten als lästig wahrgenommen wird. Weitere Informationen finden sie hier.

Das erhöhte Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen, wie der Koronaren Herzkrankheit, bleibt für Diabetiker jedoch weiterhin bestehen. Sie haben Schätzungen zufolge ein zwei- bis viermal höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten allgemein als die häufigste Todesursache für Diabetespatienten4. Gründe hierfür können sein: eine gesteigerte Gerinnungsfähigkeit des Blutes2 sowie das frühere Auftreten und schnellere Voranschreiten einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung)3 als bei Nicht-Diabetikern.

Gegenstände und Speisen die beim Abnehmen helfen

Aus diesem Grund sollten gerade Diabetiker auf ihre Herzgesundheit achten. Eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit einer regelmäßigen sportlichen Betätigung stärken das Herz.

Wussten Sie, dass Sie schon mit diesen einfachen Maßnahmen eine große Wirkung erzielen können?

  • Schon moderate sportliche Betätigungen stärken Ihr Herz-Kreislauf-System Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren eigenen sich sehr gut. Besonders viel Spaß macht Sport mit Anderen, so kann man sich gegenseitig motivieren. Erkundigen Sie sich doch nach einer Herzsportgruppe in Ihrer Nähe! Schon dreimal 30 Minuten Ausdauersport in der Woche können Ihre Herz-Kreislauf-Leistung verbessern.
  • 2-3 Liter Wasser am Tag hält das Blut flüssig. Verfeinern Sie zur Abwechslung das Wasser vielleicht einmal mit Minze, Ingwer oder Zitrone.
  • Verwenden Sie weniger Salz, da dieses den Blutdruck erhöht. Experimentieren Sie lieber mit Gewürzen und verschiedenen Kräutern. 
  • 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag sorgen für eine optimale Nährstoffversorgung
  • Fisch verfügt über wertvolle, ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die blutdrucksenkend und gefäßstärkend wirken.
  • Ballaststoffreiches Vollkorn-Müsli hilft, den Blutdruck zu normalisieren und gibt Ihnen Kraft für den Start in den Tag.
Herz und Diabetes

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Weitere Ernährungstipps finden Sie im Informationsblatt der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

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Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Durchschnittsalter von Diabetespatienten zum Diagnosezeitpunkt deutlich gesunken ist5. Damit steigt auch das Risiko des früheren Eintretens von Herz-Kreislauflauferkrankungen wie z.B. einer Koronaren Herzkrankheit. Glücklicherweise haben sich aber auch die Therapieoptionen weiterentwickelt. Die bisher gängigen Behandlungsmethoden sind beispielsweise die Bypass-Operation oder die Implantation von Metallstents, die mit einem Medikament beschichtet sein können. Seit einiger Zeit können zur Behandlung verengter Gefäße auch selbstauflösende Stents eingesetzt werden. Diese Implantate sind ähnlich wie Metallstents aufgebaut, mit dem Unterschied, dass sich diese vollständig** auflösen und nicht dauerhaft im Körper verbleiben. Die Grundidee des Verfahrens ähnelt der eines Gipses, der einen gebrochenen Knochen so lange stützt wie es nötig ist. Sobald der Bruch abgeheilt ist, wird der Gips entfernt und der Knochen übernimmt selbstständig seine natürliche Funktion.

Einsetzen eines selbstauflösenden Stents

Durch das vollständige** Auflösen des Stents nach 2-3 Jahren besteht die Hoffnung, die Risiken und Folgeerkrankungen von dauerhaft verbleibenden Gefäßimplantaten weiter zu verringern, was womöglich zur vollständigen Heilung des Gefäßes beitragen kann. Hiervon könnten besonders Patienten profitieren, die in vergleichsweise jungen Jahren von einer Koronaren Herzerkrankung betroffen sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Thema, er kann Ihnen ausführliche Informationen geben.

1 Versorgungsstrukturen, Berufsbilder und professionelle Diabetesorganisationen in Deutschland Erhard G. Siegel (St. Josefskrankenhaus, Heidelberg), Eberhard G. Siegel (St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe) in Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2015 Die Bestandsaufnahme

2 www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/folgekrankheiten/herzkreislauf/

3 www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/folgekrankheiten/herzkreislauf/index.html

4 Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2016

5 http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/patientenfragen/sonstiges/?TextID=1710

 

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