Minimalinvasive Verfahren

Wenn Medikamente oder Lebensstiländerung nicht ausreichen, dann kann ein Eingriff nötig werden, um die verengte Stelle aufzuweiten. Es gibt mehrere minimalinvasive Verfahren, die zum Einsatz kommen können. Allen gemeinsam ist, dass Sie im Herzkatheterlabor des Krankenhauses unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden können. Heutzutage ist die Implantation von Stents die Standardmethode, um eine koronare Herzkrankheit minimalinvasiv zu behandeln. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Stents: 

Koronarstent aus Metall

Koronarstent aus Metall – ein winziges Röhrchen aus einem Metallgeflecht wird mit Hilfe eines Angioplastieballons an die verengte Stelle der Arterie gebracht. Der Stent wird dann in die Gefäßwand implantiert. Er sorgt dafür, dass die Arterienwände dauerhaft abgestützt werden und das Blut besser fließen kann. Gewebe aus der Gefäßwand wächst langsam über den Stent. Man kann also sagen, er wächst in die Gefäßwand ein. 

Drug eluting stent

Eine spezielle Form des Koronarstents ist der sogenannte DES (drug eluting stent, übersetzt: Medikament-freisetzender Stent). Dieser wird heute hauptsächlich verwendet. Koronarstents aus Metall sind mit einem Medikament beschichtet, das dabei helfen soll, übermäßiges Gewebewachstum zu verhindern. 

Eine innovative Behandlungsmöglichkeit ist die Therapie mit bioresorbierbaren Gefäßgerüsten, die in Deutschland seit Ende 2012 möglich ist.

Bioresorbierbares Gefäßgerüst – die neueste Entwicklung in der Therapie der KHK. Das Gefäßgerüst ist ein nicht-metallisches Geweberöhrchen. Mit ihm wird die verengte Arterie ähnlich wie mit einem Stent behandelt. Das Gerüst gibt ebenfalls einen Wirkstoff frei. Dieser Wirkstoff soll das Gewebewachstum innerhalb der Arterie kontrollieren, das nach der Implantation auftritt. Sobald die blockierte Arterie wieder natürlich funktioniert und aus eigener Kraft offen bleiben kann, löst** sich das Gefäßgerüst nach und nach auf.