Glossar

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- A -


ANGINA PECTORIS

Schmerzen oder Engegefühl in der Brust, die durch unzureichende Versorgung des Herzens mit Blut verursacht werden.

AORTA

Diese Hauptschlagader ist ein großes Blutgefäß. Sie entspringt direkt aus der linken Seite des Herzens und leitet das Blut aus der linken Herzkammer in die Gefäße des großen Blutkreislaufs (Körperkreislauf). Sie ist die größte Schlagader (Arterie) des Körpers und hat beim Menschen einen Durchmesser von ca. 2,5 – 3,5 cm und eine Länge von 30 – 40 cm. Die Aorta hat die Form eines Spazierstocks mit einem bogenförmigen Anfang und einem geraden Verlauf nach unten bis in den Beckenbereich.

ARTERIEN

Blutgefäße, die sauerstoffhaltiges Blut vom Herzen in verschiedene Körperregionen transportieren.

ATHEROSKLEROSE

UMGANGSSPRACHLICH ARTERIENVERKALKUNG - Bezeichnet die Verengung von Arterien durch Ablagerungen (Plaques) von Blutfetten (u. a. Cholesterin), Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.

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- B -


BALLONDILATATION

AUCH BALLONANGIOPLASTIE ODER PTCA - Mittels eines Ballonkatheters kann ein durch Atherosklerose verengtes Blutgefäß aufgedehnt (dilatiert) werden. Dabei wird der Ballon exakt an der Engstelle platziert, unter hohem Druck mit Flüssigkeit gefüllt und die Ablagerungen (Plaques) gegen die Gefäßwand gepresst.

BALLONKATHETER

AUCH DILATATIONSKATHETER - Medizintechnisches Instrument zur Aufweitung von verengten Blutgefäßen unter hohem Druck. Es handelt sich um einen dünnen, flexiblen Schlauch, an dessen Spitze ein Ballon von exakt bemessener Größe und Länge montiert ist. Zur genauen Platzierung ist er mit röntgensichtbaren Markierungen ausgestattet.

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- C -


CHOLESTERIN

Eine Grundsubstanz des Körpers. Es wird sowohl durch Nahrung (tierische Fette) aufgenommen als auch im Körper (in der Leber) selbst produziert. Cholesterin wird im Körper unter anderem benötigt, um Zellmembranen aufzubauen und Vitamin D zu produzieren.

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- E -


ELEKTROKARDIOGRAMM (EKG)

Eine Diagnosemethode, um die elektrische Aktivität des Herzens zu messen.

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- F -


FÜHRUNGSKATHETER

Ein hohler, flexibler Schlauch, durch den Flüssigkeiten oder Instrumente in den Körper eingeführt oder entfernt werden können.

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- H -


HERZ

Muskuläres Hohlorgan, das wie eine Pumpe arbeitet und Blut durch den ganzen Körper pumpt. Es ist etwa faustgroß und besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte. Beide Hälften sind jeweils in einen kleinen Vorhof (Atrium) und eine größere Kammer (Ventrikel) unterteilt. Zwischen den Vorhöfen und den Kammern sowie den Kammern und den großen Gefäßen befinden sich die Herzklappen (besondere Verschlusseinrichtungen).

HERZKATHETERLABOR (HKL)

Röntgenraum, in dem Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt werden.

HERZ- ODER MYOKARDINFARKT

Lebensbedrohliche Notfallsituation. Durch den plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes werden Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Im schlimmsten Fall kann ein Teil des Herzmuskels absterben.

HERZKRANZGEFÄSSE (KORONARGEFÄSSE)

Blutgefäße, die für die Blutversorgung des Herzens zuständig sind. Sie zweigen aus der Aorta als zwei große Gefäße ab, verzweigen sich dann immer weiter und überziehen den gesamten Herzmuskel mit einem feinen Netz von Blutgefäßen.

HYPERTONIE KURZFORM FÜR ARTERIELLE HYPERTONIE

Bluthochdruck bezeichnet ein Krankheitsbild, bei dem der Blutdruck dauerhaft (chronisch) erhöht ist.

HYPERLIPIDÄMIE

Bezeichnet eine dauerhafte (chronische) Erhöhung der Blutfette, vor allem von Triglyceriden und Cholesterin.

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- K -


KREISLAUF

Versorgungssystem des Körpers, das vom Herzen und einem Netz aus Blutgefäßen (kardiovaskuläres System) gebildet wird. Es dient dazu, jede einzelne Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Abbauprodukte aus den Zellen zu transportieren.

KORONARARTERIEN

Blutgefäße, die sauerstoffhaltiges Blut von der Aorta zum Herzmuskel transportieren. Es gibt drei Hauptarterien: die rechte Koronararterie, der Ramus interventricularis anterior (RIVA) und der Ramus circumflexus (RCX).

KORONARE HERZKRANKHEIT (KHK)

Eine Erkrankung, bei der die Herzkranzgefäße durch Atherosklerose verengt sind. Dadurch sind der Blutfluss und somit die Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen reduziert.

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- M -


MYOKARD

Fachbegriff für den Herzmuskel.

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- P -


PLAQUE

Eine Ablagerung von Blutfetten, Blutgerinnseln, Bindegewebe und Kalk in der Gefäßwand. Sie führt zur Verengung des Gefäßdurchmessers (Lumen).

PTCA

Ist die englische Abkürzung für Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie (siehe Ballondilatation).

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- R -


RESTENOSE

Erneute Blockade, die von übermäßigem Zellwachstum in einem Gefäß oder Stent verursacht wird und nach einer interventionellen Prozedur wie einer Angioplastie auftreten kann. Die Restenose innerhalb eines gestenteten Gefäßabschnitts bezeichnet man als In-Stent-Restenose.

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- S -


STENT

Ein Röhrchen aus einem Metallgeflecht. Es stützt die Arterienwand von innen ab. Der Stent kann entweder ein reiner Metallstent sein oder ein Medikament freisetzender Stent (Drug Eluting Stent, DES). Dieser ist mit einem Medikament beschichtet, um das Risiko einer Restenose zu reduzieren.

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- V -


VOLLSTÄNDIG* BIORESORBIERBARES GEFÄSSGERÜST

Neue Behandlungsoption bei KHKPatienten. Es handelt sich um ein Gefäßgerüst, das das Gefäß so lange offen hält, wie es notwendig ist, und sich dann bis auf zwei kleine röntgensichtbare Marker vollständig* auflöst.

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* Bioresorbierbare Gefäßgerüste lösen sich vollständig auf, bis auf zwei kleine röntgensichtbare Marker, die im Gefäß verbleiben. Durch diese Marker kann der Arzt erkennen, wo ein bioresorbierbares Gefäßgerüst zur Behandlung der KHK platziert wurde. Dieses Wissen ist wichtig für die Routinekontrollen nach der Intervention.